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Immer mehr Projekte sammeln Legosteine zum Rampenbau. Doch eine nachhaltige Lösung sind sie nicht. Ich distanziere mich von diesen Fürsorgekampagnen – denn sie lenken von den eigentlichen Herausforderungen ab.
raul.de/allgemein/warum-mich-d

@RaulKrauthausen Ich verstehe Deinen Punkt. Das Problem ist ein Systemisches.
Aber vielleicht kann man den Rampen trotzdem etwas Positives abgewinnen: Wenn es wirklich immer mehr Rampen gebaut werden (habe ich im RL noch nie gesehen), dann rücken die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung vielleicht etwas mehr ins Sichtfeld. Vielleicht erfolgt dann ein Wandel, sodass Inklusion direkt mitgedacht wird. Vielleicht bin ich aber auch ein Träumer und Optimist.

@Exxo @RaulKrauthausen
Ich sehe es so, dass diese Freiwilligenprojekte sich zu fehlender Inklusion/Barrierefreiheit verhalten wie die Tafeln zur Gesellschaftsteilhabe.

Es ist Aufgabe der öffentlichen Hand, dafür zu sorgen, dass man mit Mobilitätseinschränkungen nicht ausgeschlossen bleibt und darf nicht mit Verweis auf ein paar Freiwilligen Projekte unterlassen werden.

Autos sind uns mehr Wert als Menschen mit und ohne Handicaps, den für die Anzahl von Stellplätzen, Gefälle, Durchfahrtsbreite etc. gibt es selbst bei Privatbauten feste Regeln.

Auch das freiwillige Maskennähen 2020 konnte nicht die Versäumnisse des Katastrophenschutz mit fehlender Schutzausrüstung kompensieren. Auch die Tafeln können nicht aausreichend die Hungernden bedienen.

@Calypso1 @RaulKrauthausen Hmm. Ja. Die Tafeln sind ein guter Vergleich. Grundsätzliche ja eine nette Idee, aber irgendwann so Teil des Systems geworden, dass sie auf politischer Ebene fest eingeplant werden.
Aber dank der Tafeln wird auch offensichtlich, welch riesiger Bedarf an dieser Stelle besteht - nur wird nicht entsprechend gehandelt 😟

Das Problem ist allgemein die Privatisierung von gesellschaftlicher Verantwortung und staatlicher Fürsorgepflichten.

@Exxo
Ich persönlich finde die Initiative und Bereitschaft auch gut und möchte das Engagement und die Kreativität der Macher nicht schmälern und ihnen auch nichts unterstellen, denn die Absichten sind durchweg gut.

Es ist halt nicht die Lösung und lenkt sogar davon ab.

BTW: Legosteine sind so arschteuer, dass man sie verkaufen könnte und dafür mehr Barrierefreiheit generieren könnte. Und die Zeit zum Bauen und die Haltbarkeit bei Dauereinsatz im Sonnenlicht....besser als Skaterrampe geeignet=Spielzeug.

Desweiteren bin ich dafür, dass Barrieren dauerhaft verschwinden. Die Legorampe wird so leicht sein, die trägt man weg, wenn gerade kein Bedarf da ist... wer bringt sie dann bzw. muss man dann erst darum betteln, damit sich jemand bequemt, sie wieder aufzustellen.

@RaulKrauthausen

@RaulKrauthausen ich bin ja ein Fan von diesen Win-Win Projekten. An manchen Stellen fährt man eben nicht nur mit Rolli, sondern auch mit dem Rad ganz gemütlich rauf, wo man vorher nie hingekommen wäre. Auch ältere und junge Menschen merken: ey da war vorher immer was im Weg. Wir werden alle von ETWAS behindert. Lass uns das ändern. Das systemische verstehe ich völlig. Rettungstür in der KiTa gebaut: Treppe davor wo eine Rampe gepasst hätte. 🙄 gucken alle blöd wenn mans sagt.

@RaulKrauthausen

Wie so IT-Kasper: Konstruktionswerkzeuge für den Produktivbetrieb.

Beides ist fachlich so falsch, wie als Chirurg für die Nachfolger ein Skalpell drin zu lassen.

Die Fragen sind immer: Warum ist das Problem überhaupt da? Dann: wie geht es weg? Und: wie bleibt es weg?

Mit Lego bleibt es nicht weg, das ist wohl kaum UV-beständig.

Meist sind das aber 1-a-fachübergreifende Ausbildungsprojekte für Architektur, Produktdesign etc.

Hochschulbubble?

@RaulKrauthausen
"Schließlich ersetzt guter Wille nicht echte Teilhabe, (...)"

wie wahr! (wobei mir bei diesem satz auch völlig andere situationen in den sinn kommen)

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