"Wenn am kommenden Samstag der Mindestlohn erhöht wird, profitieren mehr als 6,6 Millionen Menschen in Deutschland davon."

(Jede:r zehnte Vollzeitbeschäftigte und jede:r fünfte Teilzeitbeschäftigte)

Quelle: br.de

So groß ist der "Niedriglohnsektor" in Deutschland. Eigentlich noch größer, finde ich. Auch mit 15 Euro kann man nicht gerade toll fürs Alter vorsorgen und Rücklagen schaffen, erst recht nicht bei den heutigen Preisentwicklungen.

@PorcusDivinus oh. Gar nicht mitbekommen. Bin gespannt, ob meine Kids das bekommen.

@Dodo Afaik gibt es nur sehr wenige Ausnahmen wie Azubis, Praktikant:innen und Freiberufler/Selbstständige und keine Branchenausnahmen mehr. Sollte also auch für sie ab Oktober gelten imo.

@PorcusDivinus ach so 12€! Ich war durch deinen Text auf 15. Ne, da sind die schon drüber.

@Dodo Ah, sorry für die gestiftete Verwirrung, das habe ich ungeschickt gemacht :)

@PorcusDivinus Ein Dilemma bleibt: Das im Gastgewerbe Tätige, sich das Gastgewerbe in dem sie tätig sind, immer noch nicht leisten können.

@UlrichWrede Sowas trifft leider auf viele Bereiche weiterhin zu. Ich bin ja auch eh der Meinung, dass der Mindestlohn noch zu niedrig ist. Ein Arbeitsleben mit Mindestlohn wird halt weiterhin dazu führen, dass man im Alter entweder schlicht fast nichts hat oder sogar Zuschuss vom Staat braucht (was letztlich eine indirekte & später bezahlte Subvention der Unternehmen ist, die nur Mindestlohn zahlen heute).

@PorcusDivinus Die Löhne im sogenannten Niedriglohnbereich, waren in manchen Bereichen bisher nie auf die Finanzierung eines Lebensunterhaltes ausgelegt. Es sei denn die Menschen kommen saisonal aus Ländern mit sehr niedrigem Lebenstandard. In meiner Kindheit waren es polnische Staatsbürger, die Spargel gestochen haben. Es wurde erzählt, dass sogar Lehrer kamen, weil in sie mit Spargelstechen ein Großteil ihres Jahreseinkommen abdecken konnten.

@UlrichWrede Spargel oder allgemein Erntehelfer:innen (vornehmlich aus Osteuropa) ist noch mal ein ganz spezielles Thema, aber auch in anderen Bereichen liegt viel im Argen.

Ich habe z. B. mehr als 10 Jahre in der Dienstleistungs-Callcenter-Branche. Die Leute, auf die alle schimpfen und mit denen viele auch mies umgehen, während sie sich beschweren, wie schlecht der Service und wie teuer die Leitung ist... Auch nahezu alles Niedriglohnleute.

@PorcusDivinus Richtig spannend wird es für mich bei folgendem Gedanken. Wieviele von "armen" Menschen träumen von dem Wohlstand (Reichtum), der sie arm macht. Wer Armut beseitigen will, muss gleichzeit (unermesslichen) Reichtum abschaffen. Wer will das in letzter Konsequenz wirklich? Ansonsten könnte Mensch sich auf einen solchen Lebenstil einrichten. bruderhof.com/de/leben-in-geme oder #Kogi

@UlrichWrede Also ich habe in meiner Zeit in der Branche niemanden erlebt, dessen Ziel Reichtum war. Es waren Leute, die über die Runden kommen wollten oder halt einfach einen Job.

Ich bin eh großer Fan einer hohen Erbschaftssteuer auf hohe Erbschaften, von Vermögenssteuer und auch Maximallöhne lehne ich nicht ab.

Religion ist interessant, aber mit diesem (anscheinend priorisierten und auch noch von Vorschriften begleiteten) Aspekt wirst du viele (auch mich) abschrecken, nicht überzeugen.

@PorcusDivinus Diese Ganzen Obergrenzen muss jemand definieren, was eben bedeutet, das es ein Ende der Fahnestange gibt. Wer legt das warum fest? Die von mir zitierte Gemeinschaft hat diese Frage nach Einkommen und Besitz, zugeben auf sehr niedrigem Niveau, aufgrund ihrer religiösen Überzeugung festgelegt und alle die dort mitmachen (wollen), müssen sich (zunächst) dran halten. Das Prinzip wäre in einer staatlichen Gemeinschaft doch genau das gleiche. Man muss sich auf Regeln einigen.

@PorcusDivinus "Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es in unserem Grundgesetz. Welche materiellen Güter braucht es (mindestens) um würdevoll leben zu können? Die von mir zitiere Gemeinschaft hat es für sich festgelegt. Als deutsche Gesellschaft haben wir das (noch) nicht. Manche kriegen ja schon bei Bürgergeld und erst recht beim BGE Schaum vor den Mund. Jeder bekommt die Würde die sie/er "verdient" hat? Dem Grundgesetz entspricht das nicht.

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